Willkommen in meinem Sammelsurium


Für Freunde alter Blechdosen und anderer Werbe-und Reklameartikel veröffentliche ich hier einen Teil meiner Sammlung .
Ich habe in den letzten Jahren Reklameobjekte und Blechdosen aller Art zusammengetragen - gefunden auf Trödelmärkten und weltweit im Internet.
Am Fusse dieser Seite sind noch weitere Links zu meinen Sammlungen zu finden.
Viel Spass beim Stöbern - ich freue mich auch über Kommentare von Euch.
Sollte jemand eine seltene Stecknadeldose im Angebot haben- bitte kontaktieren unter :
peko-art@gmx.net

I am searching for: Spelden blikje - Boite dépingles acier - Steel Pins Tin
Herzlichst PeKo
Posts mit dem Label Dosen-Highlights werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dosen-Highlights werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 26. Januar 2013

Das ultimative Ensemble der Vroom & Dreesmann Spelden Blikjes - Stecknadeldosen

Zur kleinen Vroom & Dreesmann Nadeldosen-Serie aus den 1920er Jahren fehlte mir bisher noch ein sehr seltenes Stück, welches ich kürzlich angeboten bekam:

Diese Dose mit den beiden Männlein, die mittels Stecknadeln ein Plakat von V&D an einen Baum nagelten, komplettiert nun mein Ensemble.

Text des Plakats:
Kauft bei V&D, dann kauft Ihr vorteilhaft 



Zusammen mit der Mäuse-Dose und der Klaubautermann-Dose ist das Ensemble nun komplett, es sei denn jemand gräbt noch irgendwo ein viertes und bisher noch nie gezeigtes Motiv dieser Serie aus.

Zusätzlich zu diesen unter Sammlern sehr begehrten Stücken erhielt ich noch eine weitere V&D-Dose mit den sieben Zwergen, die ebenso selten aufzutreiben ist.




Die 100-Gramm Unicum Nadeldose ist auf der Seite mit 7 Zwergen verziert, die eine kleine Geschichte erzählen.

Während am rechten Rand des Bildes die Zwerge mit Stecknadeln ein Bogenschiessen veranstalten, kommt von links eilig ein Zwerg mit einem Bollerwagen voller Nachschub an Nadeln eiligst des Weges, der Wagen wird von einem Hasen gezogen, den der Fuhrmann am Zügel hält. Es scheint, als würde der Lieferant dringend erwartet.

Und natürlich gibt es wie überall in einer Gruppe auch jemanden, den das alles nicht interessiert und der lieber faulenzt: der Zwerg, der im Schatten unter einem Baum sitzend Flöte spielt.



Keine Angst - ich habe das wertvolle Stück nicht mit der Blechschere aufgeschnitten, um das ganze Panorama darzustellen - es hat gereicht, die Dose vorsichtig gleichzeitig mit dem Scanner zu rollen, um die ganze Geschichte hier darzustellen.

Über dem Bild prangt der Schriftzug:
"Onmisbaar in uw Naaidoos"  =  "Unentbehrlich in Ihrer Nadeldose"

Auch diese Dose dürfte aus der Zeit um 1915-1930 stammen.

Mir ist bisher keine Sammlung bekannt, in der diese vier Dosen gemeinsam vereint sind  !

Deshalb hier ein Bild des gesamten Top-Raritäten-Ensembles:

Derzeit befinden sich von der Firma Vroom & Dreesmann siebzehn verschiedene Stecknadeldosen in meiner Sammlung.

Natürlich fehlen auch hier noch einige Stücke - ich suche also weiter.



Chinesischer Seidenfaden aus der Dose

In Frankreich fand ich diese kleine nur 7 cm lange Dose mit den beiden vorgefertigten Löchern im Deckel.

Links steht geschrieben "Pour coudre Solidement" = "Für sicheres Nähen"

Beim restlichen Text muste ich viel nachschlagen und stellte letztendlich fest, daß sich in dieser Dose ursprünglich 50 Meter feinsten chinesischen Seidenfadens zum Nähen befunden hatten.


Das Nähgarn war in Form einer liegenden Acht in der Dose aufgewickelt.
Zum Benutzen führte man je ein Ende von innen nach aussen durch die jeweiligen Löcher, verknotete eines der Enden, damit es nicht zurück in die Dose rutschen konnte und führte das andere Ende durchs Nadelöhr.
Auf diese Weise zog man den Faden während des Nähens aus der Dose ohne ihn versehentlich zu verheddern oder zu verknoten.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Homobonus Spelden Blikje - Stahlstecknadeln Blechdose

Ein seltenes Stück erhielt ich heute mit dieser niederländischen Homobonus-Dose.

Ich musste ein wenig recherchieren:

Die Firma Homobonus wurde 1913 vom Kaufmann Ferdinand Meijer in Rotterdam als Einkaufsgemeinschaft gegründet.

Eine niederländische Seite mit entsprechendem Bildmaterial verrät sehr viel zu dieser Historie:

http://www.engelfriet.net/Alie/Aad/homobonus.htm


Benannt nach St. Homobonus von Cremona, Anno 1120-1197 frommer Kaufmann, der die Armen beschenkte.


Und wer etwas über den heiligen Homobonus von Cremona erfahren möchte, für den gibt es hier eine deutschsprachige Erklärung:

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienH/Homobonus_von_Cremona.html




 

Die Firma Homobonus wurde dann 1963 in die HoBo umbenannt.

Die Dose ist also zumindest auf die Zeit vor 1963 zu datieren, wahrscheinlich stammt sie aus der Zeit um 1930-1945.


 Nun konnte ich auch endlich meineHoBo-Dosen richtig zuordnen:

Diese beiden Dosen gehören also auch zur Homobonus-Familie:





Samstag, 22. Dezember 2012

Red Dorcas Steel Pins - die rote Dorcas

Diese rote Dorcas-Dose zählt zu den ganz selten zu findenden aus der Dorcas Dosen-Familie.

Mein Sammlerfreund hat sie mir zu Weihnachten geschenkt und das hat mich sehr gefreut, denn ich war schon einige Monate auf der Suche nach diesem seltenen Exemplar.

Selbst in Großbritannien ist die Rote Dose von D.F. Taylor & Co nur schwer zu finden.



Bereits im ersten Design der Dosen von D.F.Taylor, als der Name Dorcas noch nicht verwandt wurde, gab es eine blaue und eine rote Dose.

Die neueren Dosen weisen dann den Namen Dorcas auf.
Wahrscheinlich waren zuerst die blauen Dosen auf dem Markt, zumal diese auch wesentlich häufiger noch zu finden sind.
Zuletzt erschienen die Stecknadeln dann wohl in einer roten Dose, die dann auch etwas höher war.
Zum Vergleich: Blaue Dose 1,9 cm - rot 2,4 cm.
Die Artikel-Nummer F.T.3230 war übrigens bei beiden Dosen gleich - es handelte sich beim Inhalt also um die gleichen Nadeln - möglicherweise hat man jedoch den Inhalt der Dosen von ursprünglich 1 oz = ca. 30 g auf das europäisch gängige Maß von 50 g verändert, weshalb eine grössere Dose nötig war.

Warum dann die rote Dorcas-Dose trotzdem nur selten auf dem Markt war, kann daran gelegen haben, daß D.F. Taylor kurze Zeit später in die Newey Goodman Ltd. überging.

Goodman hat zwar auch noch die Nadeln unter dem Namen Dorcas vertrieben, jedoch wieder in Füllmenge  mit 1 oz und dann allerdings in Kunststoffdosen mit fast identischem Design.




Links oben die wohl älteste D.F.Taylor meiner Sammlung - darunter eine rote Dose im etwas veränderten Design - darüber in blau bereits mit Rosenranken aber noch ohne den Namen Dorcas - Obere Reihe Dritte von links und untere Reihe Mitte die Dosen im letzten D.F.Taylor Design - Rechts unten die Kunststoffdose von Newy Goodman Ltd.


Nachdem ich nun mit den letzten drei erhaltenen Dosen die Zweihundertfünfziger Marke in meiner Sammlung von Stecknadeldosen überschritten habe - erhält dieses seltene Stück die Nummer 250 in meiner Sammlung.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Blechdosen mit orientalischen Motiven

Orientalische Motive aus der arabischen Welt auf Blechdosen haben es mir angetan.
Daher hier eine weitere Auswahl mit solchen Ansichten , die ich in letzter Zeit gefunden habe:




Dienstag, 11. Dezember 2012

50 Jahre Hermann Tietz Stecknadeldose von 1932

Bei dieser Dose in der aussergewöhnlichen 100-Gramm-Grösse handelt es sich um eine Jubiläumsdose der Kaufhauskette Hermann Tietz.

Hermann Tietz war der Onkel des Firmengründers Oscar Tietz, der mit dem Geld seines Onkels am 1. März 1882 in Gera das "Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft Hermann Tietz" eröffnete.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hertie_Waren-_und_Kaufhaus

Das Alter der Dose ist ziemlich genau auf das Jübiläumsjahr 1932 zu datieren, denn den Firmennamen Hermann Tietz sollte es schon bald nicht mehr geben !


Nur ein Jahr später anno 1933 begann mit Hilfe der Banken unter dem Einfluß des Naziregimes die Enteignung der Kaufhausketten Tietz.

Aus den Kaufhäusern Hermann Tietz entstand der "Judenfreie" Konzern Hertie und aus Leonhard Tietz wurde Kaufhof.

Mehr dazu findet sich hier:

http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/zwanzigstes/nszeit/tietz/tietz1.htm 


Samstag, 8. Dezember 2012

Ofipin Stecknadeln aus Indien

Den weitesten Weg einer Stecknadeldose in meine Sammlung hat wohl diese Dose hinter sich, die ich heute aus Delhi, Indien erhielt.



Natürlich hatte ich bisher von dieser Marke noch überhaupt gar nichts gehört und auch im Internet gibt es gar nichts zu recherchieren.

Es zeigt aber auf jeden Fall, daß es sich lohnt, auch auf anderen Kontinenten nach Stecknadeldosen zu suchen, auch wenn es noch so mühsam erscheinen mag.

Oft scheitert es bereits daran, den in der Landessprache richtigen Begriff für die Stecknadeldosen herauszufinden, um eine Suche oder Nachfrage überhaupt erst starten zu können.

Jedenfalls ist die Ofipin-Dose nunmehr ein Highlight unter meinen Stücken.


Stecknadelkonfektion im Wandel der Zeit

Ich konnte ein Stecknadelbriefchen der Firma Kosmos erwerben, welches aus der Zeit um 1875-1880 stammen dürfte.



Der Hinweis auf die Auszeichnung bei der Weltausstellung in Wien im Jahre 1873 wird so explizit hervorgehoben, daß es auf aktuelle Produktwerbung hinweist.
So lässt sich rückschliessen aus welcher Zeit das Briefchen stammen mag.




Ein paar Jahre später fanden schliesslich weitere Weltausstellungen statt - 1876 in Philadelphia, 1878 in Paris und 1883 in Amsterdam - zu denen man keine Hinweise gibt.
Und nach vielen Jahren nur auf eine längst vergangene Weltausstellung hinzuweisen, statt auf andere Vorzüge des Produktes erschliesst sich kaum.

Ausserdem wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts Stecknadeln in Blechdosen angeboten, statt in Briefchen.
Und während früher Stecknadeln ob ihres Wertes noch in bestimmter Anzahl konfektioniert und verkauft wurden, wurden sie später nur noch in Mengen abgewogen und nach Gewicht verkauft.



1873 wurden übrigens auch die Stecknadeln von Hirsch auf der Weltausstellung ausgezeichnet, wie auf der Rückseite folgender Dose zu lesen.




Wahrscheinlich waren im Jahre 1873 neue Innovationen im Bereich der Stecknadelherstellung ein Grund für die besonderen Auszeichnungen, denn Stecknadeln gab es schon viel früher, wie ein Stich des niederländische Künstlers Jacob Gole (ca. 1660-1737) aus dem Jahre 1688 zeigt, welches im Rijksmuseum der Niederlande zu finden ist.
Bereits zu dieser Zeit waren Stecknadelverkäufer im Lande unterwegs, die ihre Ware in ebensolchen Papierbriefchen anpriesen.

Speldenverkoper

Soweit dieser kleine Ausflug in die Geschichte der Stecknadeln und zurück zu meinem Sammelgebiet, den Blechdosen !

Dienstag, 4. Dezember 2012

Wenn das Sammlerherz höher schlägt

Was gibt es für einen Sammler Schöneres, als eines seiner gesuchten Objekte nach vielen Jahren noch in seiner ungeöffneten ursprünglichen Originalverpackung in die Hände zu bekommen ?

Zu wissen, daß ein gesuchtes Stück oft Jahre oder Jahrzehnte vollkommen ungeöffnet vor sich hin geschlummert hat, bis ein engagierter Sammler eines Tages derjenige ist, der das Teil erstmals in den Händen hat ?

In der Schweiz fand ich ein solches unter Sammlern begehrtes Kleinod

1kg Centauer Stecknadeln der Firma Rhein-Nadel.


Verteilt auf zwei 500-Gramm-Blechdosen.

In der Verpackung befand sich sogar noch ein Kontrollzettel für etwaige Reklamationen.


 Jedoch gab es keinen Grund zur Beanstandung .


Allerdings hätten Beanstandungen auch nicht viel genutzt, denn die Firma Rhein-Nadel Rheinische Nadelfabriken GmbH, die am 03.04. 1965 mit ihrem Logo beim Markenregister eingetragen wurde, ist dort bereits seit dem 30.04.1995 gelöscht und nach nunmehr über 17 Jahren dürften Reklamationsansprüche nicht mehr angenommen werden - wo auch ?

http://www.tmdb.de/de/marke/RHEINNADEL,DE819533.html

Seit also mindestens 17einhalb Jahren schlummerten diese Dosen mitsamt Inhalt ihren Dornröschenschlaf und man kann sie als absolut neuwertig im Zustand beschreiben.

Die Marke Centaur gab es übrigens schon vor der Rheinnadel, also war auf den alten Dosen vor 1965 das Rheinnadel-Emblem noch nicht zu sehen, stattdessen prangte auf den Seiten wie auch auf dem Deckel der Bogenschütze in Pferdegestalt.



Dienstag, 27. November 2012

Pfaff Nähmaschine

Da hatte ich nun die Zwerge von Pfaff bei mir zu Hause aber noch keine Ecke, wo sie sich wohlfühlen konnten.
Und da man Zwergen, Gnomen, Heinzelmännchen und Klabautermännern immer wohl gesonnen sein sollte, damit sie nun auch kein Unheil anrichten, habe ich kurzerhand heute schnell noch eine Pfaff-Nähmaschine erstanden, die meinen neuen Mitbewohnern eine Heimstatt werden soll.


In den viel verzweigten Winkeln des gusseisernen Nähmaschinengestells werden sich die Kleinen wohl schon bestens verstecken können.


Zuerst einmal spielen sie im Schutze der alten Pfaff fröhlich vor sich hin !

Direkt zum Artikel über die Zwergendose wechseln 

Zum Artikel über die Klabauterdose Vroom&Dreesmann 



Montag, 26. November 2012

Pfaff Nähmaschinendose Zwerge

Die Pfaff-Nähmaschinendose, auf der zwei Heinzelmännchen oder auch Zwerge die Garnspulenhalterung einer Pfaff-Nähmaschine mit viel Aufwand befüllen, dürfte zu einer der Lieblingsdosen unter Sammlern gehören.

Die aufwendig gestaltete Dose ist in sechs verschiedenen Sprachen beschriftet:
deutsch-französisch-italienisch-englisch-flämisch und spanisch.

Rechts unten ist die Dose vom Zeichner F.Reif signiert.


An den Seiten befindet sich rundherum ein stilisiertes Rosenornament, welches nach heutigem Geschmack nicht recht zum Deckel passt.

Zeitlich zuzuordnen ist die Dose auf die Zeit um 1912, als die Firma Pfaff ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, denn aus dieser Zeit stammt auch eine Reklamemarke mit den Zwergen drauf.




Eine Internetseite datiert die Dose auf 1906:

http://www.ismacs.net/sewing_machine_articles/sewing-machine-attachment-tins.html 

Heute wird Werbung bei Pfaff natürlich anders betrieben - die Zwerge haben ausgedient und 100 Jahre später zum 150. Jubiläum von Pfaff präsentiert man sich mit einer Facebookseite.

http://www.facebook.com/150JahrePFAFF

Ob diese Seite in 100 Jahren bei Sammlern genauso begehrt sein wird wie heute diese schöne Dose ?

Ich glaube nicht !

Mehr Infos zur Geschichte der Pfaff-Nähmaschinen 
- guckst Du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfaff_%28Unternehmen%29 

Sonntag, 25. November 2012

Verzamellaarsjaarbeurs - Sammlerbörse in Urecht

Gestern haben wir erstmals die grösste Sammlerbörse Europas in Utrecht besucht und nach Dosen für meine Sammlung durchforstet.

http://www.verzamelaarsjaarbeurs.nl/



 

Ich habe mich gefreut, einmal persönlich die netten Menschen kennenzulernen, bei denen ich online schon mal sehr schöne Dosen gekauft habe und auch gestern am Stand fündig wurde -
bei mijnpakkiean
http://www.mijnpakkiean.nl/index.php?lang=_nl&f=a&id=61&id1=167&id2=268&p=1

und auch bei tincollectors
http://www.tincollectors.nl/NL/page/Home/

Am meisten gefreut habe ich mich aber über Peter, bei dem ich zwei sehr schöne Dosen gekauft habe und von dem ich dann im Gespräch erst erfuhr, daß er meinen Blechdosenblog regelmässig besucht und hocherstaunt war, daß es mich "tatsächlich persönlich gibt !".

Es war für mich eine sehr schöne Erfahrung, zufällig auch einmal einen Betrachter meiner Webseite kennenzulernen.


Peter hat ein sehr grosses Angebot an Teedosen - allerdings keine Internetseite.
Wer also an Grossen Teedosen interessiert ist, dem stelle ich gerne einen Kontakt her -
erste Anfrage bitte über mich  peko-art@gmx.net

Die Sammlerbörse in den Niederlanden ist riesig und man braucht schon mindestens einen Tag, um die meisten Stände nach schönen Dosen durchforstet zu haben, denn es wird alles angeboten, was sammelwertig ist.
Dabei sind reine Händler von Dosen und Reklameartikeln jedoch gar nicht so häufig vertreten.
Wer aber sich die Mühe macht und all die zahllosen Stände intensiv mit Kennerblick betrachtet wird immer wieder fündig.

Meine kleine Ausbeute von der Verzamellaarsjaarbeurs 2012 gibt es hier zu sehen:



Samstag, 17. November 2012

Eine weitgereiste Stecknadeldose

Welch verschwungene Wege diese Dose im Laufe ihres langen Daseins genommen hat, vermag ich nicht nachzuvollziehen.

Ich habe sie in diesen Tagen aus Sofia in Bulgarien erhalten und ich glaube, es hat sich gelohnt.

Diese deutsche Dose ohne jegliche Firmenbezeichnung dürfte aus den 1920iger Jahren stammen.

Aufwendig mit Ornamenten verziert und in der Mitte prangt ein Adler.

Möglicherweise ein Hinweis auf die Marknbezeichnung.

Weitere Hinweise zu ihrer Herkunft wollte mir die Dose nicht verraten.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Merkur, der römische Gott sowohl der Händler als aber auch der Diebe, wird auch dem griechischen Götterboten Hermes gleichgesetzt.

Daß Merkur sowohl Namens- und auch Bildgeber auf einer im Handel zu kaufenden Stecknadeldose war, ist also durchaus naheliegend.

Allerdings waren die Stecknadeln von Merkur nicht so geläufig wie die von anderen Fabrikaten, sonst wäre die Dose nicht so selten zu finden.

Ich freue mich, ein besonders gut erhaltenes Exemplar gefunden zu haben, welches ich hier vorstellen möchte:



Dienstag, 23. Oktober 2012

Doos voor stalen spelden van Vroom en Dreesman Kabouter - Die Klabautermann Stecknadeldose

Ein absolutes Prunkstück erhielt ich für meine Sammlung  mit dieser Klabautermann-Dose von Vroom & Dreesmann aus den 1920er Jahren:


Diese Dose stammt aus der gleichen Serie wie die bereits gezeigte Mäusedose

http://blechdosensammlung.blogspot.de/2012/01/stecknadeln-von-vroom-dreesmann-nl.html



Drei aussergewöhnlich schöne und sehr seltene Exemplare von Stecknadeldosen - allesamt herausgegeben von Vroom & Dreesmann NL

Mindestens ein Stück aus dieser Familie fehlt mir jedoch noch:

http://tincollectors.nl/NL/details/92/87/0/927/Vroom%20en%20Dreesmann,%20Holland

Sonntag, 14. Oktober 2012

Bauer Hustasin Bonbons Wuppertal Elberfeld

Diese grosse Bauer Hustasin-Dose ist eines meiner Lieblingsexemplare.

Die Friedrich Bauer AG Kakao-Schokoladen- und Bonbonfabrik wurde 1896 in der kreisfreien Grosstadt Elberfeld gegründet, die 1929 mit der kreisfreien Stadt Barmen zur neugegründeten Stadt Wuppertal verschmolz.


Das Deutsche Historische Museum datiert diese Dose auf die Zeit zwischen 1900 und 1930, was jedoch angesichts der Gründung der Stadt Wuppertal im Jahre 1929 nicht so ganz zutreffen kann, sonst hätte die Ortsbezeichnung nur auf Elberfeld lauten dürfen.

http://www.dhm.de


Allerdings sind die Dreissiger Jahre schon zutreffend, zumal die Grafik auf der Seite entsprechende Rückschlüsse zulässt.



Kinder werfen aus der Schwebebahn heraus einem unter ihnen auf der Strasse laufenden Jungen Hustasin-Bonbons zu.

Die Darstellung der Schwebebahn entspricht der damaligen Zeit und auch die Kleidung lässt auf die Zwanziger bis Dreissiger Jahre schliessen.

Der Zeichenstil ähnelt der des Zeichners Walter Trier, der für die Bilder in den Kinderromanen von Erich Kästner steht.

Emil und die Detektive erschien 1929 und wer das Buch kennt, sieht auch die Darstellungsähnlichkeiten zum Bild auf der Dose.






 




http://www.schwebebahn.de/

Die Wuppertaler Schwebebahn ist als städtisches Verkehrsmittel einzigartig in Europa.

  http://de.wikipedia.org/wiki/Wuppertaler_Schwebebahn



Über die Friedrich Bauer AG lässt sich jedoch selbst in Wuppertal wenig herausfinden.
Allerdings taucht der Name der Firma noch in Gewerbeunterlagen der Stadt aus dem Jahre 1956 auf.
Spätestens Anfang der Siebziger Jahre ist die Bauer AG jedoch aus der Wirtschaft verschwunden.



Auch von den Fabrikhallen in der
Uellendahler Str. 402-410 existiert heute nichts mehr.


Donnerstag, 20. September 2012

Falter Kakaodose - später Feodora

Wesentlich mehr Hintergrundinformationen lassen sich zu dieser schönen Kakaodose der Schokoladenfabrik Tangermünde erfahren.



Wie schon so oft erfahren wir, daß die Teilung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg in Ost & West dazu führte, daß aus einem erfolgreichen Unternehmen zwei eigenständige Firmen entstanden, die künftig völlig unabhängig voneinander jeweils in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik produzierten und die dortigen Märkte versorgten.

Nach dem Mauerfall waren es häufig die kleineren weniger wettbewerbsfähigen Unternehmen der ehemaligen DDR, die vom Markt verschwanden.

Man muss zurück ins Jahr 1826, als Friedrich Theodorf Meyer in Tangermünde an der Elbe ein Zuckersiedereigeschäft gründete.

1903 kam eine Schokoladenfabrik hinzu und ab 1910 dürfte man die Schokolade "Feodora" vertreiben - wohltätige Patin war die jüngste Schwester der Kaiserin Auguste Victoria ( Gattin von Kaiser Wilhelm II.) : Prinzessin Feodora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Schokolade dann ab 1949 in Westdeutschland in Bremen von der neugegründeten Firma Feodora weiterproduziert während man auch im Stammwerk in Tangermünde, Sachsen-Anhalt Schokolade für den ostdeutschen Markt herstellte.

Dort 1956 noch "Konsum-Feodora-Schokoladenfabrik Tangermünde" genannt, hiess die Firma später Tangetta .
Die Tangetta Schokoladenfabrik GmbH wurde dann 1992 geschlossen.



Die schöne Kakao-Dose stammt jedoch noch aus den gemeinsamen Tagen vor dem Zweiten Weltkrig,

der Dosenpapst datiert die 16x14x8 cm grosse Dose auf ca. 1935

http://www.dosenpapst.de/detail/items/falter-kakao.html 

Der bunte Falter dürfte in damaliger Zeit so manches Küchenbuffet geschmückt haben.

Die Geschichte sowohl der Westmarke Feodora als auch der Ostmarke Tangetta ist unter den nachfolgenden Links ausführlich beschrieben:

Feodora

Tangetta  - auf dieser Seite am unteren Ende einer der ältesten Abbildungen mit dem Falter, der seinerzeitigen "Spezial-Marke"
In der Diaschau auf der Seite oben letzte traurige Fotos einer ehemalig stolzen Fabrikanlage.

Über den schönen Ort Tangermünde im nördlichen Sachsen-Anhalt kann man hier mehr erfahren:

http://www.tangermuende.de/inh22.html 

Donnerstag, 30. August 2012

100. Posting im Blechdosen-Blog

Dies ist mein 100. Beitrag zu meinem Blechdosen-Blog und es ist Zeit, ein erstes Resumee zu ziehen.

Einen Grossteil meiner interessantesten Dosen und anderer Werbeartikel habe ich Euch vorgestellt aber natürlich ist das noch nicht alles und ich suche und finde ja auch immer wieder neue Schätzchen für meine Sammlung !

Seit dem 16. Januar 2012  wurde meine Seite bisher aus  10 Ländern insgesamt 6.222 mal aufgerufen.

Das sehe ich schon als grossen Erfolg an, zumal dieser Blog nicht beworben wird.

Am meisten betrachtet wurden die Artikel über die

Erdaldosen  173 Mal

erdal-frosch-und-froschkonig 

dicht gefolgt von dem Wichsmädel  171 Mal

Das Wichsmädel 

und die Bijenkorff-Dosen  110 Mal


Ich habe überlegt, welches denn meine Lieblingsdose ist ?

Das ist natürlich sehr schwer zu sagen, denn natürlich ist die Freude über jede neu erstandene Dose sehr groß.

Aber wenn ich es mir genau überlege, dann ist es zu allererst die Centauer-Stecknadeldose, die ich schon seit meiner Kindheit aus dem Nähkasten meiner Mutter kenne und die mich wahrscheinlich schon damals infiziert hat, eines Tages solche Dosen zu sammeln.



Jeder hat wohl irgend solch ein alltägliches Teil zu Hause, was ihm schon von Kindesbeinen an in Erinnerung ist..
Nach vielen Jahren Gebrauch verschwindet es dann vielleicht mal irgendwann, weil es alt, kaputt oder unbrauchbar wurde und man vermisst diesen Gegenstand dann eigentlich auch nicht.

Wenn man aber viele Jahre später genau solch ein Stück irgendwo wiederentdeckt, dann kommen wieder die Erinnerungen hoch - der Gegenstand wird zum Medium, das tiefste Erinnerungen wieder zum Vorschein bringt.

So geht es mir mit dieser Dose und ich erinnere mich daran,wie meine Mutter vor rund 50 Jahren am Tisch in unserer Wohnküche am Abend im Lampenschein die Socken stopfte und die kleine Dose mit diesem aussergewönlich auschauenden Pferdemenschen auf dem Tisch stand.

Meine erste Erinnerung an eine Blechdose !

Umsomehr habe ich mich gefreut, als meine Mutter mir ihre alte Stecknadeldose vor kurzer Zeit zum Geschenk machte, nachdem sie zum ersten Mal mein kleines Garagenmuseum gesehen hatte.